Rezession, Unsicherheit, steigender Kostendruck – viele Unternehmen treten aktuell auf die Bremse. Umso mehr freut es uns, wenn ein Partner bewusst den Vorwärtsgang einlegt.
Die AUMÜLLER AUMATIC GmbH hat sich genau dafür entschieden: investieren statt abwarten. Automatisieren statt verwalten. Zukunft aktiv gestalten, statt auf bessere Zeiten zu hoffen.
Als SPINNER automation GmbH durften wir diesen Weg begleiten – nicht nur als Lieferant einer Lösung, sondern als Partner auf Augenhöhe.
Unser Ansatz: Ganzheitlich denken
Für uns beginnt Automatisierung nicht bei der Maschine, sondern beim Gesamtprozess.
Die bestehende Struktur bei AUMÜLLER AUMATIC war über Jahre gewachsen und funktionierte zuverlässig. Gleichzeitig verteilten sich mehrere Bearbeitungsschritte auf unterschiedliche Stationen – mit entsprechendem Rüstaufwand, Teilehandling und Abstimmungsbedarf.
Bevor wir über Technik sprechen, schauen wir uns genau an, wie gearbeitet wird. Welche Abläufe greifen ineinander? Wo entstehen Schnittstellen? Wo wird Komplexität erzeugt, die eigentlich vermeidbar wäre?
„Wir verstehen Automatisierung nicht als isolierte Maschinenlösung. Für uns zählt das Zusammenspiel aus Prozess, Technik und Organisation. Nur wenn alles zusammenpasst, entsteht am Ende eine Lösung, die dauerhaft trägt“, ist unser Ansatz bei SPINNER automation.
Dieses ganzheitliche Denken war die Grundlage für alle weiteren Schritte.
Die technische Lösung im Detail
Im Ausgangszustand wurden die Werkstücke in einem fünfstufigen Fertigungsprozess hergestellt, verteilt auf zwei Abteilungen, mit mehreren manuellen Arbeitsschritten:
- Anfasen der ersten Wellenseite von Hand am Schleifbock
- Drehen auf Länge
- Aufpressen einer Verzahnung
- Aufpressen eines Anschlussstücks
- Fertigdrehen des aufgepressten Anschlussstücks
Diese Aufteilung führte zu mehreren Transport- und Übergabepunkten, erhöhtem Rüstaufwand und einem hohen manuellen Anteil.
Gemeinsam mit AUMÜLLER AUMATIC haben wir ein Konzept entwickelt, das sämtliche Bearbeitungsschritte in einem automatisierten Gesamtsystem vereint. Ziel war: die Fertigung vereinfachen, Prozesssicherheit erhöhen und gleichzeitig die Produktion flexibler Varianten ermöglichen.
Kern der Umsetzung ist eine Drehmaschine SPINNER TC610L mit angebundener Roboterzelle, die mehrere zuvor getrennte Bearbeitungsschritte in einem geschlossenen Prozess integriert. Ein entscheidender Schritt war die Anpassung der Drehkontur auf der Anschlussseite der Bauteile. In enger Abstimmung mit AUMÜLLER AUMATIC konnte dadurch der Aufpressvorgang automatisiert werden, wodurch ein durchgängiger Maschinenlauf möglich wurde.
Der Ablauf innerhalb der Automationszelle ist klar strukturiert:
- Der Roboter übernimmt Be- und Entladung der Werkstücke
- Automatisierte Spannvorgänge reduzieren manuelle Eingriffe
- Mehrere Bearbeitungsschritte erfolgen innerhalb eines durchgängigen Maschinenlaufs
- Fertigteile werden definiert abgelegt, ohne zusätzliche Zwischenlogistik
Zudem erfolgt eine Längenvermessung der Rohteile, sodass unterschiedliche Varianten automatisch erkannt und ohne Rüstaufwand nacheinander verarbeitet werden können. Die Rohteile werden flexibel in Speicherschubladen bereitgestellt, jede Schublade kann eine andere Länge aufnehmen.
Durch die Zusammenführung der Prozesse entfallen mehrere bisher notwendige Umspannvorgänge auf externen Stationen. Das reduziert Toleranzketten, erhöht die Wiederholgenauigkeit und senkt die Nebenzeiten, da das Teilehandling automatisiert erfolgt und Rüstprozesse klar strukturiert sind.
Das Ergebnis:
- Kürzere Durchlaufzeiten
- Höhere Prozessstabilität
- Reduzierte Fehlerquellen
- Bessere Auslastung der Anlage
Flexibilität bleibt erhalten, Varianten können weiterhin wirtschaftlich gefertigt werden – nur mit deutlich geringerem organisatorischem Aufwand.
Technik und Mensch gehören zusammen
Bei der Auswahl der Lösung spielte für AUMÜLLER AUMATIC neben den technischen Anforderungen noch ein weiterer Punkt eine zentrale Rolle.
„Neben der Erfüllung aller technischen Voraussetzungen zur Bearbeitung unserer Teile ging es uns um die Leistungsfähigkeit der Maschine. Es gehört auch eine gute, offene Kommunikation mit dem Partner dazu. Die Zusammenarbeit soll nicht nur wirtschaftlich passen, sondern auch menschlich“, so Ramona Meinzer, Geschäftsführerin von AUMÜLLER AUMATIC.
Gerade bei Projekten dieser Größenordnung zeigt sich, wie wichtig dieser Faktor ist. Automatisierung verändert Abläufe und Verantwortlichkeiten. Sie betrifft Menschen im täglichen Arbeiten.
Unser Anspruch ist deshalb klar: Lösungen so umzusetzen, dass sie Mitarbeitende entlasten und nicht zusätzlich belasten. Wiederkehrende Tätigkeiten werden reduziert, während Raum für qualifizierte Aufgaben wie Programmierung, Optimierung oder Qualitätssicherung entsteht.
Unser Antrieb über die Technik hinaus
Wir sehen unsere Rolle nicht als reiner Lieferant. Wir übernehmen Verantwortung für das Gesamtergebnis – von der Analyse über die Umsetzung bis zur Inbetriebnahme und darüber hinaus.
Dazu gehört:
- transparente Kommunikation
- realistische Planung
- wirtschaftlich durchdachte Konzepte
- langfristige Betreuung
Das Projekt mit AUMÜLLER AUMATIC zeigt, wie erfolgreiche Automatisierung entsteht: durch saubere Prozessarbeit, klare Entscheidungen und eine Zusammenarbeit, die auf Vertrauen basiert.
Am Ende steht nicht nur eine neue Maschine, sondern eine Fertigungsstruktur, die robuster, effizienter und zukunftsfähiger ist.
Und genau das ist unser Verständnis von Automatisierung bei SPINNER automation.








